Biker knüpfen Bande zwischen Ahlbeck und Wladiwostok
Die abenteuerliche Reise von Igor Sokolow (3.v.l.) und das Wiedersehen mit seinem Freund Arne Reyher (2.v.l.)
Zwei Freunde nach 13 000 Kilometern vereint
Ahlbeck (EB/E. Hönemann). Igor Nikolajewitsch Sokolow ist am 15. Juni von seiner Heimatstadt Wladiwostok auf einer Honda zu einer interkontinentalen Motorradtour gestartet. Nun hat der 42-Jährige nach rund 13 000 Kilometern Ahlbeck erreicht. Schon in Rostock hatte ihn sein Freund Arne Reyher begrüßt.
Die Reise steht unter dem Motto: "Freundschaft ohne Grenzen" und ist dem 55. Jahrestag der Beendigung des Zweiten Weltkrieges sowie dem 140. Gründungsjubiläum der Stadt Wladiwostok gewidmet.
Der weitgereiste Motorradfahrer kommt übrigens als Botschafter: Im Gepäck hat er ein Schreiben seines Bürgermeisters Juri Michailowitsch Kopylow, das er heute zur Eröffnung der 300-Jahr-Feier um 17 Uhr an der Konzertmuschel dem Ahlbecker Bürgermeister Hans-Joachim Mohr überreichen wird. In Wladiwostok hofft man, damit den Grundstein für eine spätere Städtepartnerschaft legen zu können.
Auf privater Ebene funktioniert das schon: Eine gemeinsame Leidenschaft fürs Motorradfahren verbindet den Ahlbecker Arne Reyher mit Igor Sokolow. Zehn Jahre träumte der Insulaner davon, die Strecke Ahlbeck - Murmansk - Ahlbeck auf einem schnellen Zweirad zurückzulegen. 1997 während eines internationalen Biker-Treffens traf er den Stader Helmut zum Felde und Hermann Scherf aus der Nähe von Warburg: Alle drei einte der Gedanke, gemeinsam auf ihren BMW-Maschinen eine Tour durch Rußland zu unternehmen.

Abenteuerliche Reise

Indes brauchte es noch zwei Jahre für die Vorbereitungen, bevor sie am 6. Mai 1999 zur dreimonatigen Reise aufbrachen. Insgesamt legten sie 28 000 Kilometer zurück, hatten je rund 100 Kilogramm Gepäck und Ersatzteile bei sich und fuhren durch die "Hölle ins Paradies", so jedenfalls bezeichnete eine russische Tageszeitung das Abenteuer der drei. Reyher erinnert sich noch genau an den Streckenverlauf: Zu den wichtigsten Stationen gehörten Riga, Tallinn, Moskau, Ufa, Nowosibirsk, Irkutsk, Chabarowsk und Wladiwostok. Der Baikalsee, das japanische Meer und auch die Grenzregionen zu China wurden nicht ausgelassen. Lediglich die Ein- reise nach Murmansk wurde ihnen verwehrt, denn dort befinden sich "streng geheime" militärische Anlagen - wie jeder weiß.
Das Zelt, Bauernhöfe und Fernfahrerunterkünfte dienten als Nachtlager, und die Gastfreundschaft der Einheimischen ist nach wie vor einzigartig, berichtet Reyher.
Auch Sokolow stand am Mittwoch die Freude ins Gesicht geschrieben, als er auf der Ahlbecker Promenade von fremden Menschen herzlich begrüßt wurde. "Die Leute sind total nett", zeigte er sich nicht nur von der Bäderarchitektur beeindruckt. Am Sonnabend startet er mit den Motorradfreunden "Wodan" zu einer Ausfahrt über die Insel Usedom.
interessierte selbst das Fernsehen, das in Ahlbeck auf "Sommertour" war. Foto: E. Hönemann

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28.07.2000 © Nordkurier-Online 2000

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